Montag, 18. September 2017

Ida und die Kopflose

Ida plant eine Überraschung für ihren Herzallerliebsten. Dafür muss sie ein paar Besorgungen in Schleswig erledigen. Als sie auf die große Schlossuhr schaut, stellt sie fest, dass noch etwas Zeit für den romantischen alten Park bleibt. Vielleicht findet sie Inspirationen für den eigenen Garten?


Die Sonnenblumen sehen malerisch aus, aber schon ein wenig morbide ...


...und was verbirgt sich hinter der Mauer?


Neugierig schlüpft Ida durch ein Seitentor und gelangt in einen Zaubergarten. Hier ist nichts, wie es sein sollte.
Monsterfische lauern am Wegesrand!


Glupschäugige Wasserspeier.


Eisskulpturen mitten im September - kann das sein? Das Wetter spielt ja diesen Sommer verrückt, trotzdem wird Ida langsam mulmig zumute.


Sie fühlt sich beobachtet. Von Wasseraugen? Oder ist da noch ... etwas anderes? Erschrocken dreht sie sich im Kreis.


Ein versteinernder Blick - Ida reicht es.Wo ist bloß der Ausgang? Nirgends zu finden, nur immer neue Fabelwesen und Ungeheuer. 
Langsam zweifelt Ida an ihrem Verstand, denn sie sieht einen weißen Elefanten! Keine Maus, nein, einen Elefantenkopf, der auf dem Rüssel balanciert, und auch er scheint sie aus blickleeren Augen anzustarren...


Mit fliegenden Röcken läuft Ida davon.
Sie rennt... und rennt... außer Atem um eine Ecke.
Und da kommt sie ihr entgegen: die Frau ohne Kopf!


Gibt es kein Entrinnen?
Oder wird Ida von ihrem Herzallerliebsten in letzter Sekunde erneut gerettet?
Egal wie ihr, liebe Leser, entscheidet - eines wird euch Ida nicht verraten: welche Geheimnisse sie für ihren Schatz gekauft hat ;)

Sonntag, 9. Juli 2017

Was unternehmen Autorinnen, wenn sie Freizeit haben?

Habt ihr euch diese Frage schon mal gestellt? Bei mir sieht das so aus:


Wer meine Romane kennt, ahnt sicher, dass ich maritime Feste mit Matjesbrötchen-Garantie bevorzuge, idealerweise mit Schiffspassage. Da bietet sich doch das Dampfrundum in Flensburg an. Endlich hatte ich die Gelegenheit, einmal mit dem Dampfeisbrecher Stettin mitzufahren. Das ist er:


Er ist das 'größte kohlebefeuerte und seegehende Dampfschiff, das noch in Fahrt ist' und damit größer als der 'Wal' im Hintergrund, trotz dessen Namens.
Auf dem ersten Foto seht ihr mich ganz oben auf der Brücke, und da bin ich auch erst mal geblieben...
Schon legt die Stettin ab. Es ist eindrucksvoll, den Hafen aus dieser ungewohnten Höhe zu sehen.


Zuerst passieren wir einen traurigen Anblick. Vor wenigen Tagen ist der schöne alte Touristendampfer Jürgensby ausgebrannt.


Allerdings hätte er heute gar nicht mitdampfen können, weil das Dampfrundum ein Fest nur für kohlebefeuerte Gefährte ist. Das dampft wirklich überall und ganz gewaltig.



Umso erstaunlicher - und sehr erfreulich -, dass man an Bord der Stettin nicht eingedampft wird, sondern die Fahrt wirklich genießen kann. Der Eisbrecher bewegt sich total ruhig übers Wasser und kann beeindruckend schnell ausweichen oder rumkurven.
Das muss er auch, wenn die Segler seinen Weg kreuzen.


Auf der Förde ist richtig viel los. Die elegante Schaarhörn folgt uns am Heck. Schön weiß wie ein Schwan, aber dampfen tut sie doch ;)



Der Wal - oder die 'Wal' - vor dem roten Schloss am Meer, der Marineschule Mürwik.


Ist der kleine Flohflitzer etwa leichtsinnig, dem Schiffsriesen vor den Bug zu brettern?


I-wo, der Große ist noch gar nicht fertig, er liegt auf der Flensburger Werft.
Und dann kehren wir viel zu schnell schon wieder um.


Ein Blick ins heiße Herz der Stettin, das tief drunten im Schiffsbauch arbeitet und Kohle schneller vertilgt als ich eine Tafel Schokolade, und VIEL mehr, klar ;).


Kurz vor dem Anlegen begegnet uns der Salondampfer Alexandra aus Flensburg, die Gastgeberin des Dampfrundums.


Auch das Landprogramm kann sich sehen lassen. Es gibt zum Beispiel ein norwegisches Postschiff zu besichtigen:


Seltsame Maschinen und Trecker, die einst Kanonen aufs Feld zogen:


Mein persönlicher zweiter Favorit an diesem Tag ist aber die Modellschiffanlage im Schifffahrtsmuseum. Absolut faszinierend, mit welcher Liebe zum Detail diese funktionstüchtigen Miniaturen gearbeitet sind, und was sie alles vorführen können!


Mein Matjesbrötchen hatte ich natürlich auch, aber dazu gibt es kein Foto. Manchmal genießen wir Autoren wirklich gaaanz privat :)







Freitag, 23. Juni 2017

Mit Ragnar zur Kiwo

Lucies Verlobter, Ragnar aus Mord am Schleiufer, ist ein begeisterter Segler, und so beschließen die beiden, die Kieler Woche vom Meer aus zu besuchen. Als sie in die Kieler Förde einfahren, ist Lucie voller Vorfreude, denn die Kiwo hat auch viel für Landratten zu bieten: Kulinarisches, Musik, Kleinkunst und ... Shopping, klar. 


Lucie kann es kaum erwarten, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, die Segeltour war wirklich lang genug. Aber da hört sie Ragnar "Wow!" ausrufen und ahnt, so bald wird das nichts mit ihren Plänen.
Er hat eine der legendären Zwölferyachten entdeckt und wendet entschlossen sein kleines Schiff, um der schlanken Schönheit hinterherzufahren.
Nur gut, dass er fremden schönen Frauen nicht ebenso nachläuft, denkt Lucie und zückt ihre Kamera, um für Ragnar zu knipsen, was das Zeug hält.


Im Windschatten der Traumyacht passieren sie die Schleusen zum Nord-Ostsee-Kanal, an dem sie doch schon vorbei waren.


Mit einem weiteren Schlag geht es rüber ans Ostufer, wo sich winzige Badewannen mit Kindern im Wasser tummeln. Schmunzelnd erklärt Ragnar: "Das sind die Optis, mit solch einem Bootchen habe ich auch angefangen zu segeln."


Das Fahrwasser wird eng, als sie den Leuchtturm passieren. Hier drängen sich groß und klein.


Sie kommen ganz nah heran an einen imposanten Rahsegler ...


... noch einer und Lucie meint schon, sie könne direkt hinüberhüpfen.


Achtung! Vor lauter Begeisterung haben sie die anderen Yachten fast vergessen. Da heißt es schnell ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden.


In dem Trubel haben sie die klassische Regattayacht aus dem Blick verloren, dafür begegnen sie auf der Außenförde einem Trupp 'Laser', die sich auf ihren Start vorbereiten.


Gerne wäre Ragnar geblieben, um die Regatta zu verfolgen, aber Lucie hat genug vom Segeln. So kehren sie um und folgen den Großseglern wieder hinein in die Förde nach Kiel.


Endlich kann sich Lucie ins Getümmel stürzen. Ihr erstes Ziel ist natürlich das große Riesenrad.

  
Viel Spaß allen Kiwo-Fans!



Freitag, 26. Mai 2017

Weißdornzeit

"... eine Märchenkulisse ... überall blühte Weißdorn an den Häusern und auf den Hügeln, der die Luft mit seinem Marzipanduft tränkte..."


Jetzt ist es wieder soweit. Genau wie in meinem Roman
Das Geheimnis der Weißdornblüten 
ist Schleswig-Holstein ein Traum in weiß. 


Weißdorn, lateinisch Crataegus, ist einer der häufigsten Sträucher hier bei uns. Er wächst in nahezu jedem Knick zwischen den Feldern und blüht gewöhnlich Ende Mai auf, wenn der Frühling am schönsten ist.


Was ein Knick ist, wollt ihr wissen? Das sind die Wallhecken in Schleswig-Holstein, die die Felder trennen und als Windfang fungieren. Sie wurden schon vor Jahrhunderten angelegt und dienen heute als Rückzuggebiete für kleine und größere wilde Tiere. Ihre ökologische Bedeutung ist groß, umso wichtiger ist es, sie zu schützen.
Zwei hochgewachsene Knicks, zwischen denen ein Weg entlangläuft, sehen so aus, und das nennt sich dann Redder:


Zurück zum Weißdorn ... in meinem Roman bergen seine Blüten ein Geheimnis, das Ida lösen muss, um ihre große Liebe zu finden.
Tatsächlich birgt Weißdorn viel mehr Nützliches. Aus den Blättern kann man Tee bereiten. Seine roten Früchte sollen essbar sein - ich probier die aber lieber nicht ;).
Und das harte Holz kann man für Drechslerarbeiten benutzen.
(Quelle: Wikipedia)


Auch in der Medizin kann Weißdorn Anwendung finden, zum Beispiel gegen Nervosität oder bei Herzproblemen. Ida kann das nur bestätigen, ihr hilft der Weißdorn auf jeden Fall gegen ihren Herzschmerz ;)


Mich begeistert der Weißdorn, wenn er wie auf diesem Foto einen dunklen, nordisch anmutenden Wald zum Leuchten bringt.
Angeblich kann der Weißdorn auch vor bösen Geistern schützen.
Und mir hat er gleich zwei große Wünsche erfüllt:
Ich durfte meinen ersten Liebesroman veröffentlichen und habe nun auch mein allererstes Wetterfoto im Fernsehen zeigen dürfen.
Das ist es:


Weißdorn ist schon eine ganz erstaunliche Pflanze. Ich freue mich jedes Jahr wieder auf diese wohl idyllischste Zeit in 'meinem Auenland', wenn er seine zahllosen weißen Blüten öffnet.









Samstag, 29. April 2017

Pummelig?

Ida, die 'Heldin' aus Das Geheimnis der Weißdornblüten, ist eine tatkräftige junge Frau. In Eigenregie hat sie ein romantisches kleines Hotel eröffnet, sie weiß ihre Mutter und die vorwitzige Schwester zu nehmen, kann tapezieren, ihre Gäste bei Laune halten, weiß sich durchzusetzen und kommt sogar irgendwie damit klar, dass ihr Vater ermordet wurde.
ABER... Ida hat eine Achillesferse ... 


... Ida ist pummelig, oder wie wir Nordlichter sagen: Sie hat gut Schick drauf. Und was wir bei Tieren süß finden, können wir bekanntlich an uns selbst gar nicht leiden.
Da Idas Mama und ihre Schwester schlanke Schönheiten sind ...


... na ja, wir mögen nicht alle, die dünn sind ...


... hätte Ida gerne eine zartere Statur. Muss ja nicht gleich so sein:


Am liebsten würde sie sich in einer Ecke verkriechen, wenn ein potenzieller Mr. Right ihren Weg kreuzt.


Nur fällt sie mit den lästigen Pfunden leider überall doppelt auf, und so fühlt sich Ida eher wie diese hier:


Natürlich hat sie es schon mit Diäten probiert, nur um herauszufinden, dass sie ihr Gewicht im Großen und Ganzen hält, wenn sie nicht massiv und dauerhaft hungert. Und wer kann das schon angesichts solcher Verführungen?


Am besten wäre es ja, die Männer, die Ida gefallen, würden sie nehmen, wie sie ist. Doch ihr Ex-Freund hat sie wegen ihrer Pfunde abserviert. Seitdem ist Idas Selbstbewusstsein im Keller.


Dann aber findet sie in einer liebenswürdigen kleinen Boutique ein knallrotes Kleid, in dem sie auffallen MUSS.


Ida hat den Mut, das Kleid zu tragen.
Was ihr darin passiert, könnt ihr in Das Geheimnis der Weißdornblüten lesen.
Soviel sei hier verraten: Das Kleid macht Idas Leben nicht leichter. So einfach ist die Welt nämlich nicht. 
Idas Weg zu sich selbst ist noch weit und voller Fettnäpfchen.


Vielleicht gibt es überhaupt keine optimale Lösung, die Welt ist nun mal ein großer Kompromiss und fordert jeden von uns täglich aufs Neue heraus.
Wir müssen es halt immer wieder versuchen. Am Ball bleiben, nannte das mein Lehrer. Und Recht hat er!